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Regular Cannabis Seeds: A Beginner's Guide to Natural Genetics, Breeding, and Cultivation

Als ich angefangen habe, Cannabis anzubauen, wurde ich mit Begriffen wie feminisierte Samen und selbstblühende Samen überhäuft. Dabei werden die unscheinbaren regulären Cannabis-Samen im ganzen Hype leicht übersehen. Doch gerade der Anbau mit regulären Samen hat mir mehr über die natürlichen Genetik und den Lebenszyklus der Pflanze beigebracht, als ich je erwartet hätte. In diesem Leitfaden erkläre ich Dir, was reguläre Samen sind, warum sie besonders sind und wie Du sie anbaust. Am Ende wirst Du verstehen, warum viele erfahrene und auch moderne Züchter (mich eingeschlossen) reguläre Samen für die Cannabis-Zucht, genetische Stabilität und einfach den Spaß am Anbau von Cannabis aus Samen lieben.

In einem lockeren, persönlichen Ton – weil ich das alles selbst erlebt habe – erkläre ich Dir alles ganz einfach und einsteigerfreundlich. Wir schauen uns die Unterschiede zwischen regulären und feminisierten Samen an, die besonderen Vorteile von regulären Samen (wie männliche und weibliche Pflanzen für die Zucht), einige Herausforderungen, auf die Du achten solltest, und Schritt-für-Schritt-Tipps zum Anbau von Cannabis aus Samen bis zur Ernte. Los geht’s!

Was sind reguläre Cannabis-Samen?

Reguläre Cannabis-Samen sind im Grunde die ursprüngliche Form von Cannabis-Samen – so, wie die Natur sie vorgesehen hat. Sie entstehen durch den natürlichen Bestäubungsprozess: Eine männliche Cannabis-Pflanze gibt Pollen ab, der die Blüten einer weiblichen Pflanze befruchtet. Daraus entstehen Samen, die das genetische Material beider Elternteile enthalten. Jeder reguläre Samen trägt das vollständige Spektrum der Cannabis-Genetik in sich und kann sich sowohl zu einer männlichen als auch zu einer weiblichen Pflanze entwickeln (die Wahrscheinlichkeit liegt etwa bei 50/50). Anders gesagt: Reguläre Samen wurden nicht verändert, um das Geschlecht der Pflanze „vorzuwählen“.

Falls Du Dich fragst, wie sich das von anderen Samenarten unterscheidet: Feminiserte Samen werden so gezüchtet, dass sie ausschließlich weibliche Pflanzen hervorbringen, und selbstblühende Samen blühen abhängig vom Alter und nicht vom Lichtzyklus. Feminiserte Samen entstehen, indem weibliche Pflanzen dazu gebracht werden, Pollen zu produzieren (meist durch Stress oder chemische Behandlung), mit dem dann andere weibliche Pflanzen bestäubt werden – männliche Chromosomen sind also nicht vorhanden. Dadurch entstehen zu etwa 99 % weibliche Samen (The difference between regular and feminized cannabis seeds - Which should you grow? - Sensi Seeds). Reguläre Samen hingegen enthalten sowohl männliche (XY) als auch weibliche (XX) Chromosomen und bewahren so die natürliche genetische Vielfalt der Pflanze. Am Aussehen eines Samens kannst Du nicht erkennen, ob daraus eine männliche oder weibliche Pflanze wird – das zeigt sich erst, wenn die Pflanze wächst und ihr Geschlecht zeigt. (Fun Fact: Selbst erfahrene Züchter müssen abwarten, bis die Pflanzen sich „outen“ – das ist wie eine Gender-Reveal-Party für Pflanzen!)

Sind reguläre Samen „schlechter“ oder veraltet? Überhaupt nicht. Auch wenn feminisierte und autoflower Samen wegen ihrer Bequemlichkeit beliebt sind, sind reguläre Samen seit jeher das Fundament des Cannabis-Anbaus. Tatsächlich haben bis in die frühen 2000er Jahre praktisch alle mit regulären Samen das Anbauen gelernt – das Auswählen von weiblichen und männlichen Pflanzen gehörte einfach dazu (Reguläre Cannabis Samen indoor anbauen – Alchimia Grow Shop). Reguläre Samen repräsentieren die natürliche Genetik von Cannabis. Für Anfänger ist es zwar etwas mehr Aufwand, männliche und weibliche Pflanzen zu managen, aber es ist auch eine großartige Möglichkeit, zu lernen, wie sich Cannabis vermehrt und vielleicht sogar eigene Strains zu kreieren.

Hier eine kurze Übersicht der wichtigsten Unterschiede zwischen regulären und feminisierten Samen:

Aspekt Reguläre Cannabis Samen Feminiserte Cannabis Samen
Geschlecht der Pflanzen ~50 % weiblich, ~50 % männlich (zufällige Mischung) ~99 % weiblich (fast alle Pflanzen sind weiblich)
Genetische Zusammensetzung Natürliche XX/XY-Chromosomen (volle genetische Vielfalt beider Geschlechter) Kein männliches (Y-)Chromosom; gezielt nur weiblich gezüchtet
Zuchtpotenzial Ja – kann männlichen Pollen und weibliche Blüten für die Zucht liefern Begrenzt – kann auf natürlichem Weg keine männlichen Pflanzen für die Zucht erzeugen
Klone & Mutterpflanzen Sehr gut geeignet, um starke Mutterpflanzen für Klone auszuwählen Auch klonbar, aber manche bevorzugen die Vitalität von regulären Mutterpflanzen
Genetische Stabilität Oft sehr stabil, geringeres Risiko für Hermaphroditen (natürliche Vitalität) In der Regel stabil bei hoher Qualität, aber Stress kann bei manchen Hermaphroditen verursachen
Vielfalt an Strains Viele klassische und Landrassen-Strains gibt es nur als reguläre Samen Große kommerzielle Auswahl; die meisten modernen Strains sind feminisiert
Preis der Samen In der Regel günstiger pro Samen; budgetfreundlich für Experimente Oft teurer, da zusätzlicher Zuchtaufwand für Feminisierung
Einfachheit im Anbau Erfordert Geschlechtsbestimmung und Entfernen der Männchen; etwas mehr Aufwand Plug-and-Play (keine Männchen zu entfernen); einfacher für Einsteiger

Wie Du siehst, erhältst Du bei regulären Samen das komplette Paket – sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen – was Fluch und Segen zugleich ist. Das eröffnet Dir Möglichkeiten zur Zucht und genetischen Vielfalt, bedeutet aber auch, dass Du auf das Geschlecht Deiner Pflanzen achten musst. Keine Sorge, ich erkläre Dir später, wie Du damit umgehst. Zuerst schauen wir uns an, warum Du überhaupt reguläre Samen wählen solltest.

Warum reguläre Samen wählen?

Wenn feminisierte Samen einfacher erscheinen, warum sollte ein Anfänger (oder irgendjemand) reguläre Cannabis-Samen wählen? Als jemand, der schon mit allen Samenarten angebaut hat, kann ich Dir sagen, dass es überzeugende Gründe gibt. Reguläre Samen bieten einzigartige Vorteile, die Du mit feminisierten oder autoflower Samen einfach nicht bekommst. Hier sind die wichtigsten Pluspunkte:

Zuchtpotenzial: Erschaffe Deine eigenen Strains

Einer der größten Vorteile regulärer Samen ist die Möglichkeit, eigene Cannabis-Pflanzen zu züchten. Da Du sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen erhältst, kannst Du Pollen von den Männchen sammeln und die Weibchen bestäuben, um frische eigene Samen zu produzieren. So entstehen neue Strains! Für Hobby-Grower kann Züchten unglaublich spannend und lohnend sein – es ist, als wärst Du ein Kind im genetischen Süßwarenladen.

Als mir zum ersten Mal klar wurde, dass ich meine Lieblingsstrains zu Hause kreuzen kann, war ich begeistert. Zum Beispiel hatte ich eine schmackhafte weibliche Pflanze aus einem Strain und ein robustes Männchen aus einem anderen; mit regulären Samen konnte ich sie kreuzen und Samen für einen völlig neuen Hybrid erzeugen. Wenn Du neugierig auf Cannabis-Zucht bist, sind reguläre Samen ein Muss, denn feminisierte Samen liefern Dir keine Männchen zum Arbeiten. Tatsächlich betonen Experten, dass reguläre Samen es Dir ermöglichen, „eigene Strains zu züchten“ und sogar im Laufe der Zeit eine Pollenbank aufzubauen – Möglichkeiten, die Du nicht hast, wenn alle Deine Pflanzen weiblich sind (Feminized vs regular cannabis: Pros and cons - CannaConnection) (Feminized vs regular cannabis: Pros and cons - CannaConnection). Wenn Du Pollen von einem guten Männchen aufbewahrst, kannst Du zukünftige Ernten bestäuben oder Genetik mit anderen Growern teilen.

Mit regulären Samen zu züchten bedeutet auch, dass Du zur Vielfalt von Cannabis beiträgst. Alle klassischen Landrassen-Strains (und viele moderne Hybride) wurden mit regulären Samen entwickelt. Wer weiß – vielleicht erschaffst Du durch Experimente mit Kreuzungen den nächsten legendären Strain! Selbst als Anfänger ist es nicht zu früh, davon zu träumen. Ich habe nach nur wenigen Durchgängen im kleinen Rahmen mit der Zucht begonnen, indem ich einfach einen unteren Ast einer weiblichen Pflanze mit Pollen bestäubt habe, um ein paar Samen zu gewinnen, während ich den Rest der Pflanze für Blüten geerntet habe. So einfach kann es sein. Außerdem bekommst Du so ein tieferes Verständnis für den Lebenszyklus der Pflanze.

Genetische Stabilität und Vielfalt (robuste, natürliche Genetik)

Ein weiterer Grund, warum viele Züchter (mich eingeschlossen) reguläre Samen bevorzugen, ist ihre genetische Stabilität und Vielfalt. Da reguläre Samen das vollständige, unveränderte Erbgut der Pflanze tragen, entwickeln sie oft sehr robuste und kräftige Pflanzen. Es gibt die weitverbreitete Meinung, dass Pflanzen aus regulärem Saatgut eine Art „Old-School“-Widerstandsfähigkeit besitzen – starke Stängel, Stressresistenz und kräftiges Wachstum. Nach meiner Erfahrung kamen meine Pflanzen aus regulärem Saatgut mit Schwankungen in der Umgebung oft besser zurecht als manche meiner empfindlichen feminisierten Hybriden.

Woran könnte das liegen? Reguläre Samen wurden nicht durch chemische oder lichtbasierte Verfahren beeinflusst, wie es bei der Herstellung feminisierter Samen der Fall ist. Sie stammen direkt aus natürlicher Bestäubung, es findet also keine genetische Manipulation außerhalb der klassischen Züchtung statt. Manche Züchter behaupten, reguläre Samen zeigen eine größere genetische Stabilität – was zu Pflanzen mit starken Immunsystemen und einer hohen Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge oder Stress führt. Auch wenn feminisierte Samen von seriösen Züchtern in der Regel sehr stabil sind, besteht immer ein geringes Risiko für Hermaphroditismus (eine weibliche Pflanze bildet einige männliche Blüten), falls der Feminisierungsprozess nicht perfekt war oder die Pflanze unter Stress gerät. Reguläre Samen sind dafür weniger anfällig, da in ihrer Entwicklung nichts erzwungen wurde – sie sind so natürlich wie möglich.

Außerdem ist jeder reguläre Same eine einzigartige Kombination der Gene seiner Eltern, was bedeutet, dass selbst Samen aus derselben Charge eine Vielzahl von Phänotypen zeigen können (Eigenschaften wie Geschmack, Potenz, Farbe usw.). Für Phänotypenjäger oder alle, die Vielfalt schätzen, ist das besonders spannend. Mit regulären Samen hast Du die Chance, eine wirklich außergewöhnliche Pflanze zu entdecken – vielleicht einen Phänotyp mit besonders fruchtigem Aroma oder höherem Ertrag. Diese genetische Vielfalt ist für Züchter und Anbauer wertvoll, die das Beste vom Besten auswählen möchten. Es ist, als würde man in seinem Garten nach Gold schürfen. Bei feminisierten Samen, insbesondere bei Selbstkreuzungen, sind die Nachkommen oft einheitlicher – das ist zwar praktisch, aber weniger abenteuerlich. Ich persönlich liebe es, Schwestern aus regulärem Saatgut zu vergleichen; jede Pflanze hat ihre eigene „Persönlichkeit“.

Schließlich ermöglichen reguläre Samen, eine Strain langfristig zu erhalten, indem Du neue Samen zur Aufbewahrung erzeugst. Ich halte zum Beispiel eine Linie eines Lieblings-Heirloom-Strains am Leben, indem ich regelmäßig ein Pflanzenpaar kreuze und die Samen einlagere. So kann ich diese genetische Linie in meiner Sammlung bewahren, ohne darauf angewiesen zu sein, dass Saatgutunternehmen sie weiterhin produzieren.

Klone und Mutterpflanzen: Langfristige Produktion

Wenn Dein Ziel darin besteht, eine konstante Versorgung mit Blüten zu sichern, könnte Dich das Klonen interessieren – dabei werden Stecklinge von einer „Mutterpflanze“ genommen, um genetisch identische Kopien zu erzeugen. Auch reguläre Samen sind hier hervorragend geeignet. Viele Grower sind überzeugt, dass weibliche Pflanzen aus regulärem Saatgut die besten Mutterpflanzen für das Klonen abgeben. Sie sind in der Regel über lange Zeit sehr stabil, können jahrelang leben und kontinuierlich gesunde Klone hervorbringen. Ich hatte eine Mutterpflanze aus einem regulären Samen, die über mehrere Jahre hinweg Dutzende Klone ohne Qualitätsverlust produziert hat.

Natürlich kannst Du auch Pflanzen aus feminisierten Samen klonen (habe ich ebenfalls gemacht), aber es gibt Erfahrungsberichte, dass Klone aus regulärem Saatgut manchmal stärkere Wurzelsysteme entwickeln und seltener genetische Auffälligkeiten zeigen. Das hängt vermutlich mit der natürlichen Vitalität zusammen. Außerdem hast Du bei der Auswahl einer Mutter aus regulären Samen meist mehr Phänotypen zur Verfügung, sodass Du eine wirklich herausragende weibliche Pflanze als dauerhafte Mutter auswählen kannst.

Ein weiterer Aspekt: Das Anlegen eines „Mutterraums“ und einer „Klonarmee“ ist eine klassische Anbaustrategie, die mit regulären Samen begann. Du ziehst eine Charge regulärer Samen auf, suchst die beste weibliche Pflanze aus (Potenz, Ertrag, Aroma – was immer Dir wichtig ist) und behältst sie als Mutter. Da reguläre Samen auch männliche Pflanzen hervorbringen, kannst Du bei Bedarf auch ein oder zwei Männchen für Zuchtzwecke oder zur Pollengewinnung behalten. Feminisiertes Saatgut hat für viele Grower die Sache vereinfacht (da jeder Samen eine potenzielle Mutter ist), aber wenn es um die Kunst der Selektion und Erhaltung von Genetik geht, sind reguläre Samen der traditionelle Weg.

Zusammengefasst: Wenn Du Klone ernten oder eine genetische Sammlung aufbauen möchtest, sind reguläre Samen ideal. Erfahrene Grower berichten oft, dass ihre wertvollsten Mutterpflanzen aus regulärem Saatgut stammen.

Kosten- und Verfügbarkeitsvorteile

Praktisch betrachtet sind reguläre Cannabis-Samen meist günstiger als feminisierte Samen. Samenbanken bieten reguläre Samen oft zu niedrigeren Preisen an, da der zusätzliche Aufwand für die Feminisierung entfällt. Für Einsteiger bedeutet das: Du bekommst mehr Samen für Dein Geld. Das habe ich zu Beginn sehr geschätzt – ich konnte ein 10er-Pack regulärer Samen zum Preis von vielleicht 5 oder 6 feminisierten Samen kaufen. Mehr Samen = mehr Chancen, eine tolle Pflanze zu finden (und mehr Spielraum, falls Fehler passieren).

Da Du zusätzliche Samen keimen lassen musst, um die männlichen Pflanzen auszusortieren, ist der niedrigere Preis regulärer Samen ein großer Vorteil. Wenn Du zum Beispiel am Ende 4 weibliche Pflanzen zur Blüte bringen möchtest, startest Du vielleicht mit 8 regulären Samen und rechnest damit, dass etwa die Hälfte männlich ist. Wenn die Samen günstiger sind, tut es finanziell weniger weh, die doppelte Menge zu pflanzen. Reguläre Samen sind in der Regel preiswerter und damit auch für Grower mit begrenztem Budget zugänglich, sodass Du mit größeren Pflanzzahlen experimentieren oder Phäno-Hunts durchführen kannst, ohne das Budget zu sprengen.

Was die Verfügbarkeit angeht, bietet fast jeder Samenhersteller einige reguläre Samen an, und bestimmte Genetiken gibt es ausschließlich in regulärer Form. Manche Nischenzüchter bringen neue Kreuzungen zuerst als reguläre Samen heraus. Außerdem werden viele klassische Strains (insbesondere Landrassen oder alte Strains) in regulären Samen bewahrt. Wenn Du auf der Suche nach einem bestimmten Vintage-Strain oder etwas Exotischem bist, bleibt Dir oft nichts anderes übrig, als reguläre Samen zu verwenden. Ich habe mir schon oft ein Päckchen regulärer Samen geholt, weil der gewünschte Strain nicht als feminisierte Variante verfügbar war. Das hat eine gewisse Authentizität – wie das Sammeln von originalen Erstausgaben der Genetik.

Fazit: Reguläre Samen bieten Dir mehr für Dein Geld und Zugang zum gesamten Spektrum der Cannabis-Genetik. Für Einsteiger können sie eine kostengünstige Möglichkeit sein, wenn Du bereit bist, beim Anbau ein wenig mehr Aufwand zu investieren. Aber was genau bedeutet dieser Mehraufwand? Schauen wir uns die Herausforderungen regulärer Samen an, damit Du genau weißt, was Dich erwartet.

Herausforderungen, die Du kennen solltest

Reguläre Cannabis-Samen sind großartig, aber ich will ehrlich sein – sie sind keine „einpflanzen und vergessen“-Lösung. Als neuer Grower mit regulären Samen stehst Du vor ein paar besonderen Herausforderungen, die bei feminisierten Samen nicht auftreten. Vorwarnung ist besser als Nachsicht! Die gute Nachricht: Mit etwas Grundwissen (das ich Dir gleich verrate) sind diese Herausforderungen absolut zu meistern, selbst als Anfänger. Hier die wichtigsten Punkte, auf die Du achten solltest:

Männliche und weibliche Pflanzen erkennen

(Der Unterschied zwischen regulären und feminisierten Cannabis-Samen – Welche solltest Du anbauen? – Sensi Seeds) Männliche (links) vs. weibliche (rechts) Cannabis-Pflanzen. Männliche Pflanzen bilden Gruppen runder Pollensäcke, während weibliche Pflanzen feine weiße Härchen (Pistillen) entwickeln.

Die wichtigste Aufgabe bei regulären Samen ist das Bestimmen des Geschlechts Deiner Pflanzen – also herauszufinden, welche männlich und welche weiblich sind. Nur weibliche Pflanzen produzieren die harzigen Blüten, die wir ernten und konsumieren, während männliche Pflanzen Pollensäcke bilden und keine nutzbaren Blüten liefern (zumindest nicht in nennenswerter Menge oder Potenz). Wenn der Pollen einer männlichen Pflanze eine weibliche befruchtet, steckt die weibliche Pflanze Energie in die Samenbildung in ihren Blüten, was die Qualität der rauchbaren Ernte deutlich mindert (samenhaltige Blüten sind weniger potent und machen weniger Spaß). Wenn Du also keine Samen produzieren möchtest, musst Du die männlichen Pflanzen entfernen, bevor sie Deine Weibchen bestäuben können.

Für Anfänger klingt es vielleicht kompliziert, Männchen zu erkennen und zu entfernen, aber mit etwas Aufmerksamkeit ist das eigentlich ganz einfach. Cannabis-Pflanzen zeigen ihr Geschlecht in der Vorblütephase. Wenn Deine Pflanzen reifen (meist einige Wochen nach dem Keimen oder etwa 1–2 Wochen nachdem Du auf einen 12/12-Lichtzyklus für die Blüte umgestellt hast), schau Dir die Knotenpunkte der Pflanze genau an (dort, wo die Zweige auf den Hauptstamm treffen). Darauf solltest Du achten:

  • Weibliche Merkmale: Weibliche Pflanzen bilden kleine, weiße, fadenförmige Härchen (Pistillen), die aus einem kleinen Kelch oder einer Knospe herauswachsen. Das sieht oft aus wie ein winziges Paar weißer Fäden, die aus einer grünlichen, tränenförmigen Hülle kommen. Hier entsteht eine junge Blüte – Glückwunsch, das ist ein Mädchen!

  • Männliche Merkmale: Männliche Pflanzen entwickeln kleine, runde Kugeln oder Ansammlungen davon an den Knotenpunkten. Anfangs sehen sie aus wie kleine, grüne, erbsenförmige Knospen (ohne weiße Härchen). Das sind Pollensäcke. Ein Männchen zeigt anfangs vielleicht nur ein oder zwei davon, später werden es mehrere. Wenn sie reifen, bilden sie traubenartige Ansammlungen und öffnen sich schließlich, um gelblichen Pollen freizusetzen.

Bei meinen ersten Anzuchten habe ich jeden Tag voller Spannung jede Pflanze kontrolliert, sobald sie in die Vorblüte kamen. Es ist ein bisschen aufregend – „Wird das eine weibliche Pflanze? Oder sehe ich schon einen Pollensack?“ Aber nach ein paar Durchgängen erkennt man den Unterschied ganz leicht. Als Faustregel gilt: Pistillen = weiblich, Kugeln = männlich. Und keine Sorge, Du hast in der Regel mehrere Tage Zeit, um Männchen zu erkennen und zu entfernen, bevor Pollen freigesetzt wird. Sie platzen nicht einfach über Nacht auf (normalerweise dauert es einige Wochen, bis der Pollen tatsächlich freigesetzt wird). Sei einfach aufmerksam, sobald die Blüte beginnt.

Sobald ich sicher bin, dass eine Pflanze männlich ist, entferne ich sie aus dem Anbaubereich. Manche Grower bringen sie vorsichtig in einen anderen Raum, wenn sie Pollen sammeln möchten, aber wenn Du nicht züchten willst, solltest Du männliche Pflanzen komplett entsorgen, um eine ungewollte Bestäubung zu vermeiden. Schon eine kleine Menge Pollen kann Deine gesamte Ernte bestäuben, wenn sie auf weibliche Pflanzen gelangt. Ich packe die männliche Pflanze meist in einen Beutel (um eventuell austretenden Pollen aufzufangen), schneide sie ab und kompostiere sie weit entfernt vom Growraum.

Das Erkennen des Geschlechts ist ein wichtiger Schritt beim Anbau regulärer Samen. Es wirkt anfangs vielleicht einschüchternd, aber glaub mir, das geht schnell in Fleisch und Blut über. Und es hat auch etwas Gutes: Du bekommst ein tieferes Verständnis für die Botanik von Cannabis. Wenn Du das erste Mal erfolgreich Männchen und Weibchen auseinanderhältst, fühlst Du Dich wie ein echter Züchter. Außerdem ist es spannend, nicht genau zu wissen, wie viele Weibchen Du am Ende hast – reguläre Samen bringen immer ein bisschen Überraschung mit sich.

Planung von Platz und Pflanzenanzahl

Da etwa die Hälfte der regulären Samen männlich sein wird (im Durchschnitt), erfordert der Anbau regulärer Samen etwas Planung hinsichtlich Platz und Anzahl der Pflanzen, mit denen Du startest. Wenn Du eine bestimmte Anzahl weiblicher Pflanzen zur Blüte bringen möchtest, solltest Du mehr Samen keimen lassen als diese Zielzahl, da einige Pflanzen männlich sein und entfernt werden müssen.

Angenommen, Du möchtest 4 weibliche Pflanzen in Dein Blütezelt stellen. Mit regulären Samen würdest Du vielleicht 8 Samen ansetzen. Wenn Du Glück hast und 5 oder 6 Weibchen bekommst, kannst Du die besten 4 auswählen und die übrigen aussortieren oder – falls Platz ist – noch ein paar mehr in die Blüte schicken. Solltest Du aus 8 Samen genau 4 Weibchen erhalten, hast Du Dein Ziel erreicht. Es kann aber auch passieren, dass nur 3 von 8 weiblich sind (meiner Erfahrung nach gleicht sich das über mehrere Durchgänge aus). Diese Unberechenbarkeit erfordert etwas Spielraum bei der Planung.

Daraus ergeben sich einige Konsequenzen:

  • Du brauchst anfangs Platz, um mehr Jungpflanzen vorzuziehen. Im obigen Beispiel würdest Du 8 Pflanzen für einige Wochen in der Wachstumsphase halten, obwohl später nur 4 übrig bleiben. Stelle also sicher, dass Dein Aufzucht- oder Veg-Bereich kurzfristig genug Platz für diese Anzahl bietet.

  • Es ist weniger effizient, was Erde/Töpfe und Nährstoffe für die „überzähligen“ Pflanzen angeht. Ein Teil der Ressourcen, die Du in männliche Pflanzen steckst, ist letztlich verloren (wenn Du sie aussortierst). Das gehört zu den Kosten beim Einsatz regulärer Samen. Der Vorteil ist, dass die Samen selbst oft günstiger sind, was das etwas ausgleicht.

  • Zwei getrennte Bereiche können sinnvoll sein. Falls Du einen männlichen Pflanzen zur Zucht behalten möchtest, brauchst Du einen separaten Raum (idealerweise mit eigener Belüftung), um eine Bestäubung der Weibchen zu verhindern. Aber auch sonst nutzen viele Grower mit regulären Samen ein zweistufiges System: einen Veg-Bereich für viele Jungpflanzen und einen Blütebereich für die Weibchen. Das ist generell üblich, aber mit feminisierten Samen würde man meist weniger Pflanzen anziehen und denselben Platz füllen.

Ich habe gelernt, meine Erwartungen zu staffeln. Hatte ich nur einen kleinen Schrank, habe ich nie 10 reguläre Samen gleichzeitig gekeimt, weil ich zur Geschlechtsbestimmung vielleicht nicht genug Platz für alle Weibchen gehabt hätte. Stattdessen habe ich eher 4 oder 6 gekeimt, in dem Wissen, dass am Ende 2–3 Weibchen übrig bleiben, die gut passen. Erfahrene Grower empfehlen oft, etwa doppelt so viele Samen zu keimen, wie man am Ende Pflanzen haben möchte. Wie es so schön heißt: „Hoffe auf das Beste, plane für das Schlimmste“ – vielleicht hast Du ja Glück und bekommst mehr Weibchen als erwartet!

Berücksichtige außerdem den Zeitfaktor: Das Bestimmen des Geschlechts erfordert in der Regel, dass Du die Blüte einleitest (12/12 Licht), um diese Merkmale sichtbar zu machen – es sei denn, Du bist geübt darin, Vorblüten bereits in der Wachstumsphase zu erkennen (was möglich ist, wenn die Pflanzen alt genug werden). Das bedeutet, dass Du Deinen Lichtzyklus eventuell etwas früher umstellst, als Du es tun würdest, wenn Du sicher wärst, dass alle Pflanzen weiblich sind – einfach, um das Geschlecht zu bestimmen und männliche Pflanzen schneller auszusortieren. Alternativ nehmen manche Grower von jeder Pflanze einen Klon und lassen die Klone blühen, um das Geschlecht festzustellen, während die Mutterpflanzen in der Wachstumsphase bleiben – das ist jedoch eine fortgeschrittene Methode und für Anfänger meist übertrieben. Ich persönlich stelle einfach auf Blüte um, sobald meine Pflanzen reif genug sind, entferne die Männchen und lasse die verbleibenden Weibchen weiterblühen.

Sei außerdem darauf vorbereitet, Dich emotional von fast der Hälfte Deiner Pflanzen zu trennen. Es kann schon etwas traurig sein, eine gesunde männliche Pflanze zu entfernen, die Du von Anfang an gepflegt hast. Ich erinnere mich dann immer: „Dieser Kerl wird großartigen Kompost ergeben und hat seinen Zweck erfüllt, indem er sich zu erkennen gegeben hat.“ Ist es ein wirklich herausragender Männlicher (Struktur, Geruch, Vitalität), bewahre ich vielleicht etwas Pollen auf oder halte ihn von den Damen fern, um ihn eventuell für die Zucht zu nutzen. Wenn nicht, kommt er weg. Das gehört einfach zum normalen Umgang mit regulärem Saatgut dazu.

Lernkurve und Geduld

Der Anbau regulärer Cannabis-Samen wird Dir wahrscheinlich Geduld und Aufmerksamkeit für Details beibringen. Es gibt eine gewisse Lernkurve im Vergleich zu feminisierten Samen, aber letztlich wirst Du dadurch ein besserer Grower. Hier ein paar Überlegungen zum Lernprozess:

  • Das Erkennen des Geschlechts ist eine neue Fähigkeit – wie oben beschrieben. Beim ersten Grow bist Du vielleicht unsicher und vergleichst ständig Online-Fotos, um zu prüfen, wie eine männliche Vorblüte aussieht (das habe ich auch gemacht!). Es ist völlig normal, anfangs unsicher zu sein. Es gibt tolle Anleitungen mit Bildern – zum Beispiel bei Grow Weed Easy und anderen Blogs, die männliche und weibliche Vorblüten nebeneinander zeigen. Mit der Zeit bekommst Du ein Gefühl dafür.

  • Das Timing beim Grow – Mit regulären Samen kann sich Dein Zeitplan verschieben, weil Du eventuell früher in die Blüte gehst, um das Geschlecht zu erkennen, oder weil das Blätterdach ungleichmäßig wird, wenn einige Pflanzen entfernt werden. Das hat mich gelehrt, flexibel zu sein und Techniken wie Topping oder LST einzusetzen, damit die verbleibenden Weibchen nach dem Entfernen der Männchen schön verteilt wachsen.

  • Umgang mit Bestäubung (falls es passiert) – Fehler können passieren: Vielleicht übersiehst Du ein Männchen und hast dann ein paar Samen in den Blüten. Kein Grund zur Panik! Ich habe schon viele selbst angebaute Blüten mit ein paar Samen geraucht, die trotzdem gut waren. Natürlich ist es ärgerlich, wenn die ganze Ernte versamt ist, aber sieh es als Lernerfahrung (und jetzt hast Du mehr Samen zum Ausprobieren). Beim nächsten Mal erkennst Du das Männchen rechtzeitig. Wichtig ist, aus jedem Grow zu lernen und Deine Vorgehensweise zu verbessern.

Insgesamt würde ich sagen, die größte „Herausforderung“ bei regulären Samen besteht darin, dass sie einen aufmerksamen Grower erfordern. Wenn Du eher der Typ bist, der alles einmal einstellt und dann vergisst oder Deine Pflanzen nur einmal pro Woche gießen und ansonsten nicht beachten möchtest, sind reguläre Samen vielleicht (noch) nichts für Dich. Aber wenn Du mit Leidenschaft anbaust und bereit bist zu lernen, machen die zusätzlichen Aufgaben mit regulären Samen sogar Spaß. Es ist sehr befriedigend, die Pflanzen durch ihren natürlichen Fortpflanzungszyklus zu begleiten. Dadurch habe ich mich der Biologie von Cannabis noch verbundener gefühlt.

Noch ein Punkt, den Du beachten solltest: Reguläre Samen können mehr Variation im Grow mit sich bringen. Es kann sein, dass von fünf weiblichen Pflanzen eine größer wird, eine klein bleibt, eine anders riecht. Ein ungleichmäßiges Blätterdach oder unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse verschiedener Phänotypen zu managen, ist eine weitere kleine Herausforderung. Mit feminisierten Samen aus einem stabilen Strain sind die Pflanzen meist einheitlicher. Das ist kein großes Problem, wenn Du nur wenige Pflanzen anbaust, aber es ist gut, das im Hinterkopf zu behalten. Ich erkenne meist früh, welche Phänotypen größer oder kleiner sind, und gleiche das mit Training aus (z. B. die größere Pflanze herunterbinden), damit alles gleichmäßig bleibt.

Zusammengefasst laufen die Herausforderungen bei regulären Samen auf Identifikation, Planung und Aufmerksamkeit hinaus. Keine davon ist unüberwindbar, und meiner Meinung nach lohnt sich das Wissen und die Erfahrung, die Du dabei sammelst, auf jeden Fall. Jetzt, wo Du die Vor- und Nachteile kennst, kommen wir zum praktischen Teil: Wie baust Du reguläre Cannabis-Samen erfolgreich an?

Wie Du reguläre Cannabis-Samen anbaust

Der Anbau regulärer Cannabis-Samen ist dem Anbau anderer Cannabis-Samen sehr ähnlich, es gibt nur ein paar zusätzliche Schritte (hauptsächlich beim Bestimmen des Geschlechts der Pflanzen). Ich beschreibe Dir den allgemeinen Ablauf von der Keimung bis zur Ernte, mit Tipps speziell für reguläre Samen. Wenn Du diese Hinweise befolgst, bist Du auf dem besten Weg zu einem erfolgreichen Grow. Schauen wir uns die einzelnen Phasen an:

Keimung und Sämlingsphase

Die Keimung regulärer Samen unterscheidet sich nicht von der Keimung feminisierter oder selbstblühender Samen – ein Samen ist ein Samen. Du solltest Feuchtigkeit, Wärme und Dunkelheit bieten, damit der Samen eine Keimwurzel bildet. Meine bevorzugte Methode (und eine beliebte unter Growern) ist die Papiertuch-Methode. Sie ist einfach und effektiv:

  1. Befeuchte ein Papiertuch (nicht tropfnass, nur feucht), lege Deine Samen darauf und falte das Tuch über die Samen.

  2. Lege das Papiertuch mit den Samen in eine flache Schale oder einen Ziplock-Beutel (nicht luftdicht verschließen, es sollte etwas Luft bekommen).

  3. Bewahre es an einem warmen, dunklen Ort auf. Die ideale Temperatur liegt bei etwa 21–29°C (70–85°F) – zum Beispiel auf dem Kühlschrank oder in einem Schrank.

  4. Überprüfe das Papiertuch täglich, damit es feucht bleibt. Innerhalb von 24 bis 72 Stunden platzen viele Samen auf und zeigen eine kleine weiße Wurzel. Manche brauchen bis zu 5 Tage, also hab Geduld (Understanding Regular Cannabis Seeds_ Genetics, Be.pdf) (Understanding Regular Cannabis Seeds_ Genetics, Be.pdf).

  5. Sobald Du eine etwa 0,5 cm lange Keimwurzel siehst, setze den Samen vorsichtig mit der Wurzel nach unten in Dein Anzuchtmedium. Ich pflanze ihn meist etwa 1,5 cm tief in Erde oder einen Starter-Plug.

Für eine ausführliche Anleitung zu Keimungsmethoden kannst Du den Keimungsleitfaden von Royal Queen Seeds nutzen. Dort wird die Papiertuch-Methode und andere Varianten erklärt. Sie zeigen, wie man mit Samen umgeht und was beim Keimen zu erwarten ist.

Nachdem der gekeimte Samen eingepflanzt wurde, dauert es in der Regel ein paar Tage, bis der Sämling mit seinen ersten kleinen Blättern (Keimblätter) aus der Erde kommt. Unter optimalen Bedingungen erscheinen die Sämlinge meist innerhalb einer Woche nach Beginn der Keimung. (Falls Du neugierig auf den Zeitrahmen bist: Die meisten Cannabis-Samen keimen in etwa 1–5 Tagen und durchbrechen die Erde vollständig in 7–10 Tagen. Das kann etwas variieren, aber wenn ein Samen nach 10 Tagen nicht gekeimt ist, ist er vermutlich nicht mehr lebensfähig.) Eine hilfreiche Übersicht zu der Keimdauer von Cannabis-Samen zeigt, dass Geduld wichtig ist, da manche Samen einfach länger brauchen.

In der Keimlingsphase solltest Du reguläre Keimlinge genauso behandeln wie jeden anderen Cannabis-Keimling. Gib ihnen sanftes Licht (Leuchtstoffröhre oder LED auf niedriger Stufe ist ideal), nicht zu viel Wasser (die Erde nur leicht feucht halten, nicht durchnässen) und eine warme Umgebung. Keimlinge sind empfindlich – zu viel Wasser ist ein häufiger Fehler. Lass sie ein Wurzelsystem entwickeln. Zuerst wachsen die einblättrigen Blätter, dann dreiblättrige und so weiter. Sobald meine Keimlinge ein paar echte Blattpaare haben, zähle ich sie zur Wachstumsphase.

Tipp: Wenn Du mehrere Samen angesetzt hast, beschrifte sie! Besonders bei regulären Samen nummeriere oder benenne ich jede Pflanze, damit ich Unterschiede und später das Geschlecht nachverfolgen kann. Zum Beispiel habe ich dann Pflanze A, B, C … Ich notiere ihre Wachstumsmerkmale und später, welches Exemplar männlich oder weiblich war. Das hilft, wenn ich mich an ein besonders gutes Weibchen erinnern möchte (um eventuell einen Klon zu behalten) oder sogar an ein Männchen mit tollen Eigenschaften.

Vegetatives Wachstum und Vorblüte (Zeit zur Geschlechtsbestimmung)

In der vegetativen Phase konzentrieren sich Deine Cannabis-Pflanzen darauf, Blätter, Stängel und Wurzeln auszubilden – also die gesamte Infrastruktur, die später die Blüte trägt. Bei regulären Samen läuft die Wachstumsphase wie gewohnt ab: Gib ausreichend Licht (18–24 Stunden Licht pro Tag sind Standard für photoperiodische Pflanzen in der Wachstumsphase), Nährstoffe (starte nach den ersten Wochen mit einer milden Nährstoffgabe für die Wachstumsphase) und genug Wasser. Ich ziehe meine Pflanzen meist in mittelgroßen Töpfen vor und setze sie vor der Blüte in größere Töpfe um, aber Du kannst auch direkt im Endtopf starten – das bleibt Dir überlassen.

Während der Wachstumsphase zeigen reguläre Samenpflanzen ihr Geschlecht nicht sofort (außer sie werden sehr reif oder bilden bei langer Wachstumsphase Vorblüten aus, was manchmal nach vielen Wochen vorkommt). In der Regel bestimmst Du das Geschlecht, indem Du die Blüte einleitest. Behalte aber die Vorblüten im Auge, wenn Deine Pflanzen etwa 4–6 Wochen alt sind. Gelegentlich zeigt eine Pflanze schon unter 18/6-Licht eine Narbe oder einen Pollensack an einem Knoten. Das kann ein Hinweis auf das Geschlecht sein, bevor Du offiziell auf 12/12 umstellst. Es passiert nicht immer, aber ein Blick lohnt sich.

Die meisten Grower entscheiden anhand der Pflanzengröße oder des Alters, wann sie das Licht auf 12/12 (12 Stunden Licht, 12 Stunden Dunkelheit) umstellen, um die Blüte einzuleiten. Bei regulären Samen stelle ich oft etwas früher um als bei feminisierten Samen, weil ich neugierig auf das Geschlecht bin und Platz schaffen möchte. Zum Beispiel würde ich feminisierte Pflanzen normalerweise 6 Wochen wachsen lassen, um eine bestimmte Größe zu erreichen, aber bei regulären Samen schalte ich vielleicht schon nach 4–5 Wochen um, weil ich ohnehin einige Pflanzen aussortieren werde. Das bleibt Dir überlassen – wenn Du genug Platz hast, kannst Du so lange wachsen lassen, wie Du möchtest, und die Männchen einfach entfernen, sobald sie sich zeigen. Denk nur daran: Jede zusätzliche Woche Wachstum bei einer Pflanze, die sich als Männchen entpuppt, ist Zeit, die Du in eine Pflanze investiert hast, von der Du keine Blüten bekommst. Es gilt, den Weibchen einen guten Start zu geben, ohne zu viel Aufwand in die Männchen zu stecken.

Jetzt kommt der spannende Teil: das Bestimmen des Geschlechts der Pflanzen. Innerhalb von 1-2 Wochen nach der Umstellung auf 12/12 solltest Du die typischen Anzeichen für männliche oder weibliche Pflanzen an jeder Pflanze erkennen können (wie im Abschnitt Herausforderungen beschrieben). Diese Phase nennt man „Vorblüte“. Ich trenne die Pflanzen in der Regel nach vermutetem Geschlecht, sobald ich es erkenne – die weiblichen Pflanzen bleiben im Hauptzelt, die männlichen werden entfernt. Wenn ich mir bei einer Pflanze unsicher bin, warte ich noch ein paar Tage. Es ist besser, wirklich ganz sicher zu sein, bevor man eine Pflanze entfernt. (Ich gebe zu, am Anfang habe ich einmal einen gedrungenen weiblichen Kelch mit einem männlichen Pollensack verwechselt und hätte beinahe eine völlig gesunde weibliche Pflanze entsorgt – ups! Im Zweifel lieber noch etwas abwarten.)

Sobald das Geschlecht bestätigt ist, entferne die männlichen Pflanzen. Wenn Du gezielt züchten möchtest, hast Du jetzt verschiedene Möglichkeiten:

  • Du könntest einen männlichen Pflanzen in einem anderen Bereich behalten und Pollen sammeln. Dazu lässt Du ihn noch ein paar Wochen weiterwachsen, bis die Pollensäcke reif sind (sie schwellen an und beginnen sich zu öffnen). Dann sammelst Du den Pollen vorsichtig, indem Du ihn auf Folie oder in eine Tüte klopfst. Getrockneter Pollen kann im Gefrierschrank aufbewahrt werden.

  • Du könntest auch eine kontrollierte Bestäubung im Growraum durchführen, indem Du einen männlichen Pflanzen isolierst oder sogar nur einen Ast eines Männchens nimmst und ihn über einen ausgewählten weiblichen Ast schüttelst, um ihn direkt danach zu entfernen. Das ist riskant, wenn Du keine strikte Kontrolle hast, da sich Pollen leicht verbreiten kann. Viele bevorzugen es, den männlichen Pflanzen komplett zu entfernen und eine weibliche Pflanze später gezielt mit aufbewahrtem Pollen zu bestäuben.

Wenn Du nicht züchtest und nur samenlose Blüten (Sensimilla) möchtest, besteht Deine Aufgabe nach dem Entfernen der männlichen Pflanzen einfach darin, jeglichen Fremdpollen zu vermeiden. Nachdem die Männchen entfernt wurden, besprühe ich die weiblichen Pflanzen gerne vorsichtig mit Wasser (Wasser kann Pollen neutralisieren), falls noch Partikel in der Luft waren. In der Regel, wenn Du die männlichen Pflanzen früh genug entfernst, kommt es gar nicht erst zur Pollenfreisetzung.

Während der späten Wachstumsphase und beim Übergang zur Blüte empfehle ich außerdem, von jeder Pflanze Stecklinge zu nehmen, bevor Du das Geschlecht kennst, falls Du Interesse daran hast, eine Pflanze zu erhalten. Beschrifte die Stecklinge entsprechend. Nach dem Bestimmen des Geschlechts weißt Du, welche Stecklinge von weiblichen Pflanzen stammen. So hast Du, falls eine weibliche Pflanze in der Blütephase außergewöhnlich gut ist, noch eine Kopie, die Du erneut anbauen kannst (auch nachdem das Original geerntet wurde). Das ist optional und etwas mehr Aufwand, aber eine Überlegung wert, wenn Du Genetik erhalten möchtest, ohne eine blühende Pflanze später zurück in die Wachstumsphase zu zwingen.

Am Ende dieser Phase hast Du also Deine weiblichen Pflanzen für die Blüte bereit. Sie sind wahrscheinlich im Wachstum schon ordentlich gewachsen und könnten mit Beginn der Blüte noch weiter in die Höhe schießen (manche Strains verdoppeln ihre Größe). Ordne die verbleibenden Pflanzen so an, dass sie den Platz optimal ausfüllen – eventuell topfst Du sie in größere Behälter um, falls sie bisher in kleineren standen und andere entfernt wurden. Jetzt dreht sich alles darum, diese Damen zur Blüte zu bringen (oder um Blüten und Samen, falls Du züchtest).

Blütephase und Pflege in der späten Blüte

Die Blüte mit regulären Samen verläuft heute im Grunde genauso wie mit feminisierten Samen – Du hast nur weibliche Pflanzen im Blütebereich (vorausgesetzt, Du hast die männlichen Pflanzen entfernt oder separiert). Die Pflanzen konzentrieren sich auf die Produktion von Blüten, und Deine Aufgabe ist es, ihnen den richtigen Lichtzyklus zu geben (12/12 für photoperiodische Strains), die passenden Nährstoffe (Blütedünger) bereitzustellen und für ein optimales Blüteklima zu sorgen (gute Belüftung, richtige Luftfeuchtigkeit usw.).

Ein wichtiger Punkt: Die Blütezeit kann je nach Strain und Phänotyp variieren. Reguläre Samen brauchen nicht grundsätzlich länger oder kürzer für die Blüte als feminisierte Samen desselben Strains. Entscheidend sind die genetischen Eigenschaften (indica-dominante Pflanzen blühen meist schneller als sativa-dominante). Viele reguläre Strains haben Blütezeiten von etwa 8–10 Wochen, manche Sativas benötigen aber auch 12 Wochen oder mehr. Schau Dir immer die Angaben des Züchters an, wenn sie verfügbar sind. In meinem Garten mit gemischten Phänotypen aus regulären Samen war es schon so, dass eine Pflanze nach 7 Wochen fertig war, während eine andere 10 Wochen gebraucht hat. Sei also darauf vorbereitet, jede Pflanze individuell zu ernten, wenn sie reif ist, statt alle gleichzeitig, falls sie unterschiedlich schnell sind.

Zur Orientierung findest Du hier eine kurze Übersichtstabelle mit durchschnittlichen Blütezeiten nach Strain- bzw. Samen-Typ:

Strain-/Samen-Typ Typische Blütedauer
Indica-dominant (Photoperiode) ca. 7–9 Wochen bei 12/12 (z. B. Northern Lights ca. 8 Wochen)
Sativa-dominant (Photoperiode) ca. 10–12 Wochen bei 12/12 (z. B. Amnesia Haze ca. 11 Wochen)
Ausgewogener Hybrid (Photoperiode) ca. 8–10 Wochen (je nach Genetik)
Autoflowering Strains (Auto Seeds) ca. 5–7 Wochen Blüte (insgesamt etwa 8–10 Wochen ab Keimung)
Reguläre vs. feminisierte Samen Kein grundsätzlicher Unterschied bei der Blütezeit – hängt vom Strain ab

(Hinweis: „Photoperiode“ bedeutet, dass die Pflanze einen 12-stündigen Dunkelzyklus benötigt, um die Blüte einzuleiten – das gilt für reguläre und feminisierte klassische Strains. Autoflowering Pflanzen folgen nicht der 12/12-Regel, sie blühen nach ihrem eigenen Zeitplan.)

Während Deine weiblichen Pflanzen blühen, pflege sie weiterhin gut – gieße sie, wenn sie durstig sind, versorge sie mit den passenden Nährstoffen und achte auf mögliche Probleme (Schädlinge, Mangelerscheinungen). Bei weiblichen Pflanzen aus regulären Samen treten Hermaphroditen in der Regel nur bei starker Belastung auf (wie bei jeder weiblichen Pflanze). Ich habe meine regulären Weibchen als sehr zuverlässig erlebt. Falls Du doch mal einen einzelnen Pollensack oder „Banane“ (männliches Staubblatt) an einer weiblichen Pflanze spät in der Blüte entdeckst, entferne ihn vorsichtig. Manchmal versucht eine Pflanze so, sich am Ende der Saison noch zu vermehren – das bleibt aber meist minimal.

Wenn Du Dich entscheidest zu züchten und einige Blüten absichtlich bestäubt hast, werden diese Blüten bis zur Erntezeit Samen entwickeln. Lass die bestäubten Blüten etwas länger reifen, da die Samen Zeit brauchen, um sich vollständig zu entwickeln und auszuhärten. Die Kelche schwellen an und Du siehst die Samen herausragen, wenn sie bereit sind. Ich ernte bestäubte Zweige oft ein bis zwei Wochen nach den samenlosen, um den Samen möglichst viel Zeit zu geben. Gehe beim Trocknen vorsichtig mit bestäubten Blüten um, damit nicht überall Samen herausfallen.

Zum Thema Ernte: Du erntest Deine Pflanzen, wenn die Blüten reif sind (die Stempel sind überwiegend bernsteinfarben/braun, die Trichome milchig/bernsteinfarben, je nach Vorliebe). Das Ernten regulärer Pflanzen läuft genauso ab wie bei jeder Cannabis-Pflanze: abschneiden, trimmen, trocknen und die Blüten curen. Falls Du Samen bekommen hast (ob absichtlich oder versehentlich), kannst Du sie beim Trimmen einsammeln. Ich bewahre keimfähige Samen an einem kühlen, dunklen Ort in einem kleinen Behälter mit etwas Reis (als Trocknungsmittel) auf. Ich beschrifte sie mit den Elterndaten. Richtig gelagert bleiben sie jahrelang verwendbar!

Reguläre Samen bis zur Ernte zu ziehen, ist wirklich befriedigend. Du hast mit einem einfachen Samen begonnen, der männlich oder weiblich hätte sein können, hast die Pflanze gepflegt und am Ende glitzernde Blüten – und vielleicht einen Vorrat an neuen Samen für die Zukunft. Es ist ein echtes Rundum-Erlebnis.

Ein Tipp für neue Grower: Führe während des gesamten Grows Notizen. Schreib auf, wann Du auf 12/12 umgestellt hast, welche Pflanzen männlich/weiblich wurden, welche Probleme aufgetreten sind und wie lange jede weibliche Pflanze bis zur Ernte gebraucht hat. Diese Aufzeichnungen helfen Dir bei späteren Grows, besonders wenn Du denselben Strain noch einmal anbaust oder eigene Samen verwendest. Ich schaue selbst immer wieder in alte Grow-Tagebücher und finde das extrem hilfreich.

Fazit

Cannabis mit regulären Samen anzubauen, war eine der lohnendsten Erfahrungen auf meinem Weg als Züchter. Es wirkt anfangs vielleicht etwas altmodisch oder einschüchternd, aber sobald Du loslegst, entwickelst Du eine tiefe Wertschätzung für die natürlichen Genetiken der Pflanze. Durch reguläre Samen habe ich gelernt, Männchen und Weibchen zu erkennen, geduldig und aufmerksam zu sein und sogar eigene Kreuzungen zu machen. Es ist, als hätte man einen Backstage-Pass dafür, wie Cannabis wirklich vermehrt und sich weiterentwickelt.

Für Anfänger kann der Anbau regulärer Samen wie ein zusätzlicher Schritt Verantwortung wirken, aber lass Dich davon nicht abschrecken. Wie besprochen, ist der Prozess nicht viel schwieriger – es geht nur darum, aufmerksam zu sein und den Weg zu genießen. Denk daran: Jede legendäre Strain hat damit begonnen, dass jemand durch reguläre Samen phäno-gejagt oder eine kreative Kreuzung gemacht hat. Mit regulären Samen bist Du Teil dieser Tradition des Cannabis-Anbaus und der Züchtung.

Wenn Du Dich für Zucht interessierst oder starke, genetisch stabile Pflanzen möchtest, sind reguläre Samen genau das Richtige für Dich. Außerdem macht es einfach Spaß, dieses 50/50-Los zu ziehen und vielleicht genau das eine besondere Weibchen zu finden, das Du für Stecklinge oder zukünftige Samen behalten möchtest. Viele Grower, mich eingeschlossen, mischen gerne – zum Beispiel ein paar feminisierte Samen für eine sichere Ernte und ein paar reguläre Samen zum Ausprobieren. Du kannst es genauso machen, um ganz entspannt einzusteigen.

Hier kommt mein Aufruf an Dich: Probier bei Deinem nächsten Grow doch mal reguläre Cannabis-Samen aus. Fang mit einer kleinen Charge an und sieh es als spannendes Experiment. Vielleicht holst Du sogar einen Freund dazu und ihr tauscht Euch aus. Am Ende hast Du nicht nur tolles Gras, sondern entdeckst vielleicht auch eine neue Leidenschaft für Cannabis-Zucht und Genetik. Wer weiß – vielleicht erschaffst Du einen Strain, der alle begeistert, oder Du wirst in Deinem Freundeskreis zum „Seed Maker“.

Mindestens aber gewinnst Du Erfahrung und Selbstvertrauen als Grower. Reguläre Samen fordern Dich dazu auf, Dich intensiver mit Deinen Pflanzen zu beschäftigen – und diese Erfahrung ist unbezahlbar. Also los – schnapp Dir das Päckchen regulärer Samen, das Dir ins Auge gefallen ist, keim sie und genieße den natürlichen Prozess des Cannabis-Anbaus. Ich wette, Du findest es genauso bereichernd wie ich. Viel Erfolg beim Growen und möge Dein Garten grün und ertragreich sein! 🌱✨

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